Laufart Rheingau x Run Girl Run Wiesbaden
Wie aus einer Idee eine starke Frauen-Laufcommunity entstand
Eventbericht in Zusammenarbeit mit Isabella (Gründerin des Run Girl Run Lauftreffs) und Teilnehmerinnen aus der Run Girl Run Community.
Am Mittwoch, den 20.05.2026, wurde das neue Maldaner Coffee in Wiesbaden zum Treffpunkt einer besonderen Laufcommunity. Gemeinsam mit Brooks Running hat Laufart Rheingau den Frauen-Lauftreff „Run Girl Run“ zu einem gemeinsamen Community Run mit Testschuhen, Austausch und anschließendem Get-Together eingeladen.
Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig Laufcommunitys heute geworden sind. Immer mehr Menschen suchen beim Laufen nicht nur sportliche Ziele oder Trainingspläne, sondern vor allem Gemeinschaft, Motivation und einen Ort, an dem sie sich wohlfühlen können. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und anonym geworden ist, gewinnen echte Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse wieder enorm an Bedeutung.
Viele Frauen schätzen eine Atmosphäre, die frei von Leistungsdruck ist und Raum für Wohlbefinden und persönliche Entfaltung bietet. Viele möchten laufen, ohne sich ständig vergleichen zu müssen oder das Gefühl zu haben, nicht schnell genug zu sein. Genau dafür steht Run Girl Run Wiesbaden – ein Lauftreff, bei dem Gemeinschaft, Offenheit und gegenseitige Unterstützung wichtiger sind als Pace oder Wettkampfergebnisse.

Isabella und die Idee hinter Run Girl Run Wiesbaden
Gegründet wurde der Frauen-Lauftreff von Isabella, die 2024 nach Wiesbaden gezogen ist. Damals kannte sie in der Stadt nur wenige Menschen und stand gleichzeitig mitten im Training für den Berliner Halbmarathon. Gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten wollte sie nicht alleine laufen gehen.
„Irgendwie wollte ich im Dunklen nicht alleine laufen gehen und dachte mir wieder, wie doof es ist, dass Frauen sich dabei meistens unwohl fühlen“, erzählt Isabella.
Anfang 2024 hatte sie bereits einen Laufclub in Frankfurt besucht und mochte die Atmosphäre dort sehr. Besonders das gemeinsame Laufen und der Austausch danach haben sie inspiriert. Gleichzeitig merkte sie aber auch, dass viele Laufgruppen für Laufanfängerinnen oft sehr leistungsorientiert wirken.
„Ich fand die Pace-Gruppen damals als Laufanfängerin sehr schnell und dadurch ging für mich ein wenig der soziale Charakter verloren. Oft ging es viel darum, wie schnell man läuft, wie weit oder welche Wettkämpfe man schon gemacht hat.“
Aus diesen Gedanken entstand schließlich Run Girl Run Wiesbaden – ein Frauen-Lauftreff, bei dem nicht Tempo oder Leistung im Vordergrund stehen, sondern Gemeinschaft, Motivation und ein sicherer Wohlfühlort für Frauen.
Dabei ging es Isabella nie darum, bestehende Laufgruppen schlechtzureden oder Konkurrenz zu schaffen. Vielmehr wollte sie einen Raum schaffen, der genau zu ihrer eigenen Vorstellung von gemeinschaftlichem Laufen passt.
„Es war mehr meine eigene Idee und der Wunsch, etwas Gemeinschaftliches entstehen zu lassen als die Unzufriedenheit gegenüber bestehenden Lauftreffs.“

Von der Idee zur starken Laufcommunity in Wiesbaden
Der Schritt, den eigenen Lauftreff zu gründen, war für Isabella zunächst vor allem eine persönliche Herausforderung.
„Für mich war es eher die Überwindung, mich überhaupt zu trauen und die Gedanken abzuschütteln: Was denken die anderen? Wird überhaupt jemand kommen?“
Heute zeigt sich, dass genau dieser Mut belohnt wurde. Aus einer kleinen Idee ist mittlerweile eine starke Frauen-Laufcommunity entstanden, die weit über gemeinsame Trainingsläufe hinausgeht.
Besonders überrascht hat Isabella, wie viel Energie, Zeit und eigene Ideen die Community selbst mitbringt.
„Dass der Lauftreff so gut angenommen wird und die Mädels selbst so viel Herzblut reinstecken, hätte ich niemals gedacht.“
Mittlerweile ist aus Run Girl Run weit mehr geworden als nur ein Lauftreff. Es ist ein echter Wohlfühlort entstanden. Freundschaften haben sich entwickelt, gemeinsame Longruns werden organisiert und viele Frauen haben über die Gruppe neue Kontakte geknüpft.
Eine Teilnehmerin beschreibt die Community mit den Worten:
„Freundschaft, Empowerment, Zusammenhalt und Spaß.“
Eine andere erzählt:
„Ich gehe danach immer gut gelaunt nach Hause, auch wenn es mir vorher mental vielleicht nicht so gut ging.“
Besonders schön ist dabei, dass viele Frauen alleine zum ersten Lauf kommen und dort schnell Anschluss finden. Genau daraus entstehen oft neue Freundschaften, gemeinsame Trainings oder Verabredungen auf einen Kaffee nach dem Lauf.
„Die Gruppe sieht jedes Mal etwas anders aus, sodass man immer tolle Gesprächspartner finden kann“, erzählt Isabella. „Und daraus entwickelt sich dann vielleicht ein gemeinsamer Lauf oder eine Freundschaft.“

Warum Frauen-Laufgruppen und allgemeine Lauftreffs wichtig sind
Laufgruppen sind weit mehr als nur gemeinsame Trainingsrunden. Sie schaffen Motivation, Struktur und oft auch ein Gefühl von Zugehörigkeit. Gerade in stressigen Lebensphasen oder in den dunklen Monaten des Jahres helfen feste Termine und gemeinsame Verabredungen dabei, dranzubleiben.
Viele Teilnehmerinnen berichten, dass sie ohne die Gruppe deutlich weniger laufen würden.
„Selbst bei schlechtem Wetter motiviert die Gruppe sich zu treffen. Gerade im Winter ist das super“, erzählt eine Läuferin.
Eine andere ergänzt:
„Man rafft sich manchmal doch nochmal auf, wenn man schon zugesagt hat.“
Doch neben Motivation spielt besonders für Frauen auch das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle. Während des gemeinsamen Community Runs wurde die Gruppe angehupt und es fielen Kommentare von Passanten – Situationen, die viele Frauen leider kennen. Heißt, also auch in der Gruppe entstehen Situationen die unangenehm sind – aber als Gruppe der Zusammenhalt überwiegt.
Teilnehmerinnen berichten von Catcalling, Nachrufen oder unangenehmen Kommentaren beim alleine Laufen. Einige vermeiden es deshalb sogar, im Winter oder abends alleine unterwegs zu sein.
„Da ich meistens alleine gelaufen bin, war es teilweise unangenehm oder ich habe Läufe im Dunkeln komplett vermieden“, erzählt eine Läuferin aus der Community.
Eine andere ergänzt:
„Von negativen Kommentaren über Hupen bis hin zu Nachrufen ist leider alles dabei.“
Genau deshalb schaffen Laufgruppen wie Run Girl Run einen wichtigen Safe Space. Gemeinsam laufen bedeutet für viele Frauen mehr Sicherheit, mehr Motivation und vor allem das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Isabella beschreibt die Atmosphäre bei Run Girl Run so:
„Es gibt keinen Leistungsdruck. Jede darf mitmachen und wir unterstützen uns gegenseitig. Außerdem können wir über typische Mädelsthemen sprechen, ohne bewertet zu werden.“
Gerade dieser geschützte Rahmen sorgt dafür, dass sich viele Frauen überhaupt erst trauen, Teil einer Laufgruppe zu werden.
Community Run, Brooks Testschuhe und ein Abend voller Austausch
Beim Event im Maldaner Coffee standen ab 18 Uhr verschiedene Testschuhe von Brooks Running bereit, organisiert von Laufart Rheingau. Nach und nach trafen die Teilnehmerinnen des Run Girl Run Clubs ein, probierten unterschiedliche Modelle an und kamen schnell miteinander ins Gespräch.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Isabella, Laufart Rheingau, Brooks Running und Sebastian vom Maldaner Coffee ging es gemeinsam ins Warm-up und anschließend auf eine rund 40-minütige Laufrunde durch Wiesbaden.
Dabei wurde schnell klar:
- Es ging an diesem Abend nicht um Pace oder Bestzeiten.
- Es ging darum, gemeinsam zu laufen, neue Menschen kennenzulernen und die Freude am Sport miteinander zu teilen.
Nach der Laufrunde ging der Abend im Maldaner Coffee in entspannter Atmosphäre weiter. Bei besonderen Drinks, Gesprächen und guter Stimmung wurde deutlich, wie wertvoll solche Community Events sein können. Es wurde gelacht, über Ziele gesprochen und neue Kontakte geknüpft. Genau diese Mischung aus Sport, Austausch und Gemeinschaft macht solche Abende besonders.
Schon während des Events entstanden erste Ideen für weitere gemeinsame Projekte, Test Runs und neue Formate. Solche Begegnungen zeigen, wie viel Potenzial in lokalen Laufcommunitys steckt.

Wie Laufcommunitys Frauen motivieren dranzubleiben
Viele Teilnehmerinnen berichten, dass die Gruppe ihnen hilft, langfristig motiviert zu bleiben – besonders in der Herbst- und Winterzeit.
Feste Termine, gemeinsame Longruns und der Austausch nach dem Training sorgen dafür, dass das Laufen Teil des Alltags bleibt. Gleichzeitig entstehen durch die Community oft neue sportliche Ziele.
Eine Läuferin erzählt:
„Vor Run Girl Run bin ich meinen ersten Halbmarathon gelaufen. Durch die Gruppe ist jetzt der Ehrgeiz entstanden, mal eine Staffel oder einen schnellen 10-Kilometer-Lauf gemeinsam zu machen.“
Andere berichten, dass sie durch die Gruppe überhaupt erst gelernt haben, regelmäßig zu laufen oder sich selbst mehr zuzutrauen.
Genau darin liegt die Stärke solcher Communities: Menschen motivieren sich gegenseitig, wachsen gemeinsam und schaffen Erlebnisse, die alleine oft nicht entstehen würden.
Frauen im Laufsport: Was sich verändern muss
Die Gespräche innerhalb der Community zeigen auch, dass das Thema Sicherheit beim Laufen weiterhin präsent ist.
Isabella sagt selbst:
„Ich denke, gesellschaftlich ist da noch viel Arbeit notwendig.“
Gleichzeitig zeigt Run Girl Run, wie wichtig Sichtbarkeit und Austausch sind. Gerade deshalb findet Isabella es wichtig, dass auch Männer über diese Themen berichten und sich aktiv damit beschäftigen.
„Viele Männer haben wenig Einblick in die Gedanken und Situationen von Frauen beim Laufen. Wenn niemand darüber spricht oder schreibt, können sie diesen Einblick auch gar nicht bekommen.“
Dabei geht es nicht darum, einzelne Laufgruppen gegeneinanderzustellen oder zu bewerten. Jede Community hat ihre eigene Dynamik und unterschiedliche Menschen fühlen sich in unterschiedlichen Gruppen wohl. Entscheidend ist am Ende, dass Menschen Freude an Bewegung finden und einen Ort haben, an dem sie sich willkommen fühlen.
Spannende Gespräche aus unserem Alltag im Laufladen
Die Gespräche mit Isabella und der Run Girl Run Community spiegeln viele Themen wider, die wir auch täglich bei Laufart Rheingau erleben. Kunden und Kundinnen wünschen sich beim Kauf von Laufschuhen oder bei einer Laufanalyse häufig vor allem eines: ernst genommen zu werden.
Es geht nicht nur um den perfekten Schuh oder technische Daten. Viele Menschen wünschen sich ehrliche Beratung, Zeit für Fragen und das Gefühl, dass wirklich auf individuelle Bedürfnisse eingegangen wird.
„Ich möchte das Gefühl haben, dass wirklich auf meine Bedürfnisse eingegangen wird und mir nicht einfach nur ein Schuh verkauft werden soll“, sagt Isabella.
Auch Teilnehmerinnen der Community betonen immer wieder, wie wichtig eine angenehme Atmosphäre ist.
„Mir ist wichtig, dass meine Bedürfnisse ernst genommen werden – zum Beispiel gesundheitliche Vorgeschichten, Ziele oder auch persönliche Vorlieben.“
Eine andere ergänzt:
„Gute, aber unaufdringliche Beratung plus eine vernünftige Laufanalyse.“
Für uns bei Laufart Rheingau sind genau solche Gespräche unglaublich wertvoll. Sie zeigen, wie wichtig Vertrauen und Wohlbefinden im Fachhandel sein können. Deshalb haben wir schon sehr früh begonnen, Laufanalysen auch vor der eigentlichen Ladenöffnung anzubieten – bewusst ohne Zeitdruck und in ruhiger Atmosphäre. Nicht als großes Konzept oder Marketingidee, sondern weil wir gemerkt haben, dass sich manche Menschen in einem ruhigeren Rahmen wohler fühlen.
Ein Laufladen kann für viele Menschen mehr sein als nur ein Geschäft. Er kann ein Ort sein, an dem Fragen gestellt werden dürfen, Unsicherheiten ernst genommen werden und Menschen Unterstützung finden – unabhängig davon, ob jemand gerade den ersten Lauf plant oder bereits Marathon läuft.

Laufart Rheingau möchte Laufcommunitys in der Region stärken
Für Laufart Rheingau ist klar:
- Laufsport bedeutet mehr als Training und Wettkämpfe.
- Es geht um Menschen, Motivation und Gemeinschaft.
Deshalb möchten wir Laufcommunitys nicht nur in Wiesbaden, sondern in der gesamten Region rund um Rheingau, Taunus, Mainz und Wiesbaden aktiv unterstützen und sichtbar machen. Wir glauben daran, dass gemeinsames Laufen Menschen verbindet und dass lokale Communities einen enorm wichtigen Beitrag dazu leisten, den Sport zugänglicher und motivierender zu machen.
Neben gemeinsamen Events mit Gruppen wie Run Girl Run organisieren wir deshalb auch unseren eigenen regelmäßigen After Work Lauftreff. Jeden Donnerstag um 19 Uhr treffen wir uns direkt bei Laufart Rheingau zum gemeinsamen Laufen – offen für alle Leistungsniveaus und ohne Leistungsdruck.
Uns geht es dabei nicht darum, die schnellsten Läuferinnen oder Läufer zusammenzubringen. Viel wichtiger ist uns, Menschen miteinander zu vernetzen, neue Begegnungen zu schaffen und gemeinsam Freude an Bewegung zu erleben.
Run Girl Run zeigt eindrucksvoll, wie viel Positives entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam laufen, sich gegenseitig unterstützen und einen sicheren Raum füreinander schaffen. Genau solche Projekte möchten wir auch in Zukunft begleiten und fördern – gemeinsam mit lokalen Communities, Marken und allen Menschen, die Lust auf gemeinsames Laufen haben.
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